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TrackPlanner

Rainer Holl-Biniasz

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Der Kreis geht nicht auf. Eine Schiene zu wenig, eine zu viel — und auf dem Teppich passt es trotzdem, weil sich jeder Stoß ein kleines Stück verdrehen lässt. Genau damit rechnet TrackPlanner. Deshalb schließen sich hier Ringe, die auf kariertem Papier niemals aufgingen. TrackPlanner plant Gleispläne für die Holzeisenbahn — nicht mit irgendwelchen Schienen, sondern mit denen, die bei Euch wirklich im Karton liegen. SO GEHT ES Konfiguration wählen, Gleisplan anlegen, bei wenig Platz die Baufläche festlegen, Teile antippen. Jedes neue Teil hängt sich ans offene Ende des letzten, und schon wächst die Strecke. Ziehen verschiebt den ganzen zusammengesteckten Strang, Loslassen rastet ihn wieder ein. Drehen in 45°-Schritten, spiegeln, kopieren, löschen — alles in der Leiste über den Teilen. DAS SPIEL AN DEN STÖSSEN Steck zwei Schienen zusammen, halt die eine fest und verdreh die andere ohne Kraft bis zum Anschlag. Der Spalt, der dabei an der offenen Seite aufgeht, ist das Spiel. Miss ihn einmal, trag ihn in Millimetern ein — und TrackPlanner weiß, wie weit sich Deine Strecke wirklich biegen lässt. Denn ein Ring schließt sich nicht, weil „ein paar Prozent Toleranz" es erlauben. Er schließt sich, weil sich viele Stöße jeder ein bisschen verdrehen. Tipp auf zwei offene Enden: Reicht das Spiel, zieht ein Knopf die beiden zusammen. Reicht es nicht, sagt Dir die App auf den Millimeter, wie viel fehlt. ZAPFEN UND ÖFFNUNG Holzschienen sind gerichtet: vorn die Öffnung, hinten der Zapfen. TrackPlanner zeichnet beides mit und schlägt nie etwas vor, was in Wirklichkeit nicht zusammengeht. Auch die rätselhaften kurzen Stücke mit zwei Zapfen oder zwei Öffnungen kennt es — und zeigt mit einer Zeichnung, wofür es sie überhaupt gibt. DEIN KARTON, DEINE MASSE Miss Deine Schienen nach und trag ein, was Du misst: Längen, Radien, Winkel, Weichen. Für Kurve und Weiche entsteht dabei eine kleine technische Zeichnung, die sich beim Verstellen mitbewegt und zeigt, wo das Lineal anzusetzen ist. Trag auch ein, wie viele Du von jedem Teil hast. Die Stückliste sagt Dir dann, was Dein Plan braucht und was noch fehlt. Verplanen darfst Du trotzdem mehr — für den Wunschzettel. Drei Vorlagen liegen bereit. Die für IKEA LILLABO ist am eigenen Material nachgemessen; die für BRIO und Eichhorn tragen den verbreiteten Holzbahn-Standard und wollen nachgemessen werden. Ändern darfst Du jeden Wert, und ein eigenes System anlegen auch. FÜR KINDERHÄNDE Die offenen Enden fangen den Finger ab, damit sie sich auch dann treffen lassen, wenn auf dem Plan kaum noch Platz ist. Und unter fast jeder Einstellung steht ein Satz, der sagt, wozu sie gut ist — diese App wurde von einer sehr gründlichen Testerin geprüft, und die fragt nach. DEINE DATEIEN GEHÖREN DIR Alles liegt als lesbares JSON im iCloud-Ordner „TrackPlanner" und ist in der Dateien-App sichtbar — ohne iCloud eben lokal auf dem Gerät. Ein Gleisplan trägt seine Konfiguration bei sich: Wer ihn weitergibt, gibt die Maße mit. Kein Konto, keine Anmeldung, keine Werbung, kein Sammeln von Daten. Die App spricht mit keinem anderen Server als Deinem iCloud-Server für Deine TrackPlanner-Daten. Deinen Gleisplan kannst Du als Bild oder PDF teilen oder gleich als Wunschzettel mit Bild und fehlenden Schienen. Und dann geht der Kreis doch auf. Nicht, weil die Rechnung stimmt, sondern weil sich jeder Stoß ein wenig verdreht — und weil Du einmal nachgemessen hast, wie viel. TrackPlanner ist ein unabhängiges Projekt und steht in keiner Verbindung zu BRIO, Eichhorn oder IKEA. Die Namen stehen hier nur dafür, welche Schienen zueinander passen.

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